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Arbeitsgruppe ''Unfallfolgen''

Leiter: W. Raskob

Die Arbeitsgruppe UNF entwickelt und erforscht Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung von Entscheidungsträgern für die Bewältigung und Beherrschung von Großschadensereignissen. Die Tätigkeitschwerpunkte liegen auf dem Notfallschutz nach kerntechnischen Unfällen und der Notfallvorsorge. 

Tätigkeitsschwerpunkt:
Entscheidungshilfesysteme für den Notfallschutz nach kerntechnischen Unfällen (https://resy5.iket.kit.edu/RODOS/)
Für den nuklearen Notfallschutz forscht die Arbeitsgruppe UNF an der Abschätzung der Auswirkung von unfallbedingt freigesetzten radioaktiven Stoffen aus kerntechnischen Anlagen auf den Menschen und die Umwelt. Hierzu werden Rechenmodelle und Programmsysteme für den operationellen Einsatz durch Benutzer im europäischen Raum entwickelt, die an nationale und regionale Gegebenheiten angepasst werden können. Das Entscheidungshilfesystem RODOS wurde im Rahmen des von der EU geförderten Projektes EURANOS von der Arbeitsgruppe UNF federführend in Zusammenarbeit mit 17 Katastrophenschutzbehörden und 32 Forschungseinrichtungen entwickelt. RODOS wird in mehr als zehn europäischen Staaten und in der Bundesrepublik Deutschland zur nuklearen Notfallvorsorge eingesetzt.

Tätigkeitsschwerpunkt:
Entscheidungsunterstützung für die Notfallvorsorge
Für die Notfallvorsorge forscht die Arbeitsgruppe UNF im Bereich Schutz von Kritischen Infrastrukturen und Management von Großschadenslagen an geeigneten Werkzeugen der Entscheidungsunterstützung. Schwerpunkte dieser Arbeiten bilden Analysen von Abhängigkeiten Kritischer Infrastrukturen sowie die Simulation von Maßnahmen des Risiko- und Krisenmanagements unter Weiterentwicklung von Multikriterien Analysen und fallbasierten Systemen. Insbesondere die Beherrschung und Bewältigung von großflächigen und langanhaltenden Stromausfällen steht im Mittelpunkt der Forschungstätigkeiten. Diese werden ab 2012 auch im Rahmen des Portfolio Themas „Sicherheit“ der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. (HGF) gefördert.

Folgende Themenbereiche sind von besonderem Interesse:

Entwicklung von Simulationsmodellen

  • Atmosphärische Ausbreitung und Ablagerung
  • Verhalten von Radionukliden in Böden, Flüssen, Seen und Nahrungs- und Futtermittel
  • Dosisbelastung der Bevölkerung und gesundheitliche Schäden
  • Umfang und Dauer von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung
  • Bewertung von Vor- und Nachteilen der Maßnahmen und der nichtradiologischen Konsequenzen
  • Agentenbasierte Simulation von Abhängigkeiten Kritischer Infrastrukturen

Systementwicklung

  • Realisierung benutzerfreundlicher Oberflächen zur Eingabe und Ausgabe
  • Systemsteuerung zur Verknüpfung der Simulationsmodelle in ein integriertes System
  • Anwendungsorientierte Ergebnisdarstellung
  • GIS- und Webbasierte Dienste

 

Integration von Simulationsmodellen und Betriebsabwicklungssystem

  • Interdisziplinärer Dialog zwischen Modell- und Systementwicklern
  • Kontinuierlicher Erfahrungsaustausch mit den Benutzern